Fraggen, Raiden und Ich


Freeware: Battle for Wesnoth im Mehrspielermodus

Ich habe mich schon mal über Battle for Wesnoth ausgelassen. Möglicherweise kann sich da sogar noch jemand dran erinnern ;-). Jedenfalls war das vor gut einem halben Jahr und damals hatte ich eigentlich nur den Singleplayer-Modus getestet. Nach Wesnoth kamen mir wieder andere Spiele in die Finger und ich habe es eine Zeit lang nicht mehr gezockt. Vor einiger Zeit habe ich auf einem anderen Blog aber wieder über Wesnoth gelesen und beschlossen, mir die neueste Version runterzuladen.

Diesmal habe ich mich in die unendlichen Weiten des Internets begeben, um das Multiplayer-Spiel auszutesten. Jede noch so gut programmierte AI hat ihre Schwächen, und deswegen liebe ich es, gegen andere Spieler anzutreten. Das geht bei Wesnoth ziemlich einfach: Auf den offiziellen Server verbinden und schon ist man in der Lobby. Dort kann man dann einem Spiel beitreten und dann geht es meistens auch gleich los. Zumindest ist mir das in meiner ersten Partie passiert. Kaum war ich drin, starteten wir.

Auf mich wirkte die Karte ziemlich befremdlich. Alle Spieler standen mit ihrem Helden in der Mitte in einer Burg, und die Map rundherum war in 6 Sektoren mit unterschiedlichem Terrain aufgeteilt. In der Mitte der Burg konnte ich ein Zelt mit der Aufschrift „Upgrade“ erkennen. Nanu? Mein Wose, ein knorriger Treant, stand erstmal längere Zeit an seinem Startplatz herum, während ich Licht ins Dunkel zu bringen versuchte. Endlich fand ich auch den Button, um eine Nachricht im Chat abzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt hatten meine Mitspieler natürlich schon mitbekommen, dass ich ein absoluter Mehrspieler-Noob war und teilten mir das worteich mit.

Wesnoth_Colloseum

Netterweise bekam ich aber auch ein paar Tipps. Auf dieser Map, Colosseum, geht es darum, gemeinsam Wellen von AI-gesteuerten Gegnern zu besiegen. Jeder Spieler schickt dafür seinen Helden in einen der Sektoren und versucht dort, alle Monster auszuschalten und, ganz wichtig,  dabei möglichst nicht zu sterben. Nach jeder Welle kann man die Attribute seiner Einheit im Zelt verbessern oder sogar ganz neue Fähigkeiten dazukaufen. Das ist auch nötig, weil die Feinde immer stärker werden. Je schneller die Gruppe ihre Arbeit erledigt, desto mehr Gold für Upgrades steht am Ende jeder Runde für Verbesserungen bereit.

Die Partie wurde noch ziemlich nett und wir haben sie schließlich sogar gewonnen. Das ist gar nicht so einfach, denn seither bin ich schon einige Male im Colosseum gescheitert. Das liegt auch daran, dass manche Spieler ziemlich wenig Ahnung haben oder einfach mitten im Spiel disconnecten. Deswegen ist es manchmal besser, einfach selber ein Spiel zu starten und gleich am Anfang in der Lobby rigoros auszusortieren. Spieler meldet sich nicht, wenn er angesprochen wird? Ciao! Spieler wählt bei Colosseum eine Einheit, die nicht den Hauch einer Überlebenschance hat? Dann bekommt er eine andere! Da muss man hart bleiben, denn sonst muss das Spiel spätestens nach einiger Zeit sowieso neu gestartet werden und das bringt niemandem was.

Weil mir die kooperativen Maps soviel Spaß machen, habe ich erst wenige Games gegen andere Menschen gezockt. Es gibt nämlich eine Fülle von „Survival“-Karten, die ähnlich wie Colosseum aufgebaut sind. Gestern abend konnte ich sogar meinen alten Freund Myst davon überzeugen, dass die Spaß machen. Der hat sich Wesnoth vor heiligen Zeiten einmal angesehen, aber nicht wirklich gespielt. Deswegen habe ich ihn gezwungen, die neueste Version zu installieren. Wir haben über Skype gequatscht und es gab Learning by Doing für ihn. Trotz abschreckender Grafik hat er sich darauf eingelassen und war immerhin begeistert genug, dass wir noch lange zockten, als meine Liebste schon längst in den Federn lag ^^.

Auf der „Survival Fusion“ – Karte, die wir 2 mal probiert haben, muss man nach der letzten Welle mit seinen gepimpten Einheiten noch gegen einander antreten. Dabei hatte ich beide Male die Nase vorn und seine Helden fielen in den Staub. Myst verliert ungern, also kann ich ihn sicher dazu überreden, bald eine Revanche zu spielen :-).

Nachdem mir schon der Singleplayer-Modus gut gefallen hat, kann ich jetzt auch über den Multiplayer-Modus sagen: Test bestanden.

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2 Kommentare so far
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Jede noch so gut programmierte AI hat ihre Schwächen, und deswegen liebe ich es, gegen andere Spieler anzutreten.

Weil mir die kooperativen Maps soviel Spaß machen

Kommentar von Rogmen Spogmen

Klingt etwas widersprüchlich? ^^ Ist es vielleicht auch :D. Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass auch menschliche Spieler auf den Survival-Maps so ihre Schwächen offenbaren! Aber in der Tat, als ich MP in Wesnoth zu spielen anfing, wollte ich eigentlich vor allem gegen andere Leute spielen, aber irgendwie machen mir auch jetzt noch die Koop-Karten mehr Spaß.

Kommentar von Sel




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