Fraggen, Raiden und Ich


King Arthur: The Role-Playing Wargame Ersteindruck

Nachdem mir meine Runes of Magic Abstinenz wieder mehr Zeit für andere Games lässt, habe ich mir nun ein Spiel mit einem unglaublich langen Titel besorgt: King Arthur The Role-Playing Wargame.

Dieses Game ist wie eine Mischung aus einem Titel der Total War Reihe und einem Rollenspiel. Wobei die Total War Elemente klar überwiegen, also Kampagnenkarte mit Städten und anderen interessanten Orten, rundenbasierender Modus mit 4 Jahreszeiten und ein komplexes Wirtschaftssystem im Hintergrund, dazu Armeen, die durch die Landschaft bewegt werden und Kämpfe gegen andere Heerhaufen als Echtzeitschlacht. Wer jetzt an Rome oder Medieval denkt, denkt definitiv richtig und kann sich alles schon sehr genau vorstellen, denn vom Aufbau her sind diese Spiele sehr ähnlich, King Arthur schon fast ein Klon.

Neu ist dagegen das mittelalterliche Fantasysetting. Der Spieler muss dem jungen König Arthur zur Herrschaft über ganz Britannien verhelfen. Auf dem Weg dorthin gilt es nicht nur, Provinzen zu annektieren und Gegner zu vernichten (gesprenkelt mit ein wenig Diplomatie), sondern auch zahlreiche Questen zu absolvieren. Diese Abenteuer können von jedem Ritter der Tafelrunde (die in ihrer Freizeit auch als Generäle für die Armeen fungieren) absolviert werden und bestehen normalerweise aus kleineren Geschichten, durch die man sich einfach hindurchklicken kann – mehrere Handlungsoptionen stehen dabei fast immer zur Auswahl, und man kann entscheiden, ob man eher diplomatisch oder mit Gewalt, eher den ritterlichen Idealen verpflichtet oder wie ein Tyrann, vorgeht.

Was mich dagegen stört, ist der zu hohe Schwierigkeitsgrad dieses Spiels. Manche Schlachten sind so fies, dass man sie mit normalen Kaserneneinheiten und Standardtaktiken einfach nicht gewinnen kann. Was will ein einfacher Schwertkämpfer auch gegen einen Riesen oder einen untoten Reiter ausrichten? Eben. Nichts! Trotzdem muss man sich diesen Herausforderungen stellen, was zu mindest bei mir zu viel Frust und endlosen Ladebildschirmen führt. Wenn dann in einem Zug gleich 3 neue Feen- und Geisterarmeen in den gebeutelten Provinzen auftauchen, möchte man am liebsten in die Tastatur beißen.

Ansonsten macht King Arthur viel Laune und mein erster Eindruck bleibt positiv. Das Balancing lässt aber wirklich zu wünschen übrig.

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9 Kommentare so far
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Hm, das klingt nicht so ganz nach meiner Art von Games, aber ich hoffe, du hast Spaß dabei ;D

Kommentar von BloodyMarry

Habe ich, ist nur ein wenig zäh ;-).

Kommentar von Sel

hehe 😀

Kommentar von BloodyMarry

Fehlt der Multiplayer… Me and my Freundin 😉

Kommentar von Yitu

@Yitu: Heh, wäre aber wahrscheinlich sehr zähflüssig, eine Kampagne zusammen zu spielen, da die Ladezeiten groß sind und die Gefechte schon mal länger dauern können^^.

Kommentar von Sel

Das klingt nach einem Spiel, das mich interessieren könnte.
Ich bin eigentlich schon ein ziemlicher Strategiefan und hier spricht mich auch das Setting an.
Das hört sich wirklich schön komplex an und das in einer Mittelalter/Fantasy-Welt finde ich nett. Sonst hat man entweder ein Staubtrockenes Setting und forderndes Gameplay oder eben ein fantasyvolles Setting dafür aber kein gescheites Gameplay.
Wenn ein Spiel beides mal kombiniert muss ich ja fast reinschaun.

Kommentar von Overnerd

Jupp, würde ich dir wirklich empfehlen. Weil das Spiel von einem kleineren Entwickler kommt, ist es vielleicht nicht so „polished“ wie andere Titel, aber rundum wirklich gut gemacht.

Kommentar von Sel

„kleine Entwickler“ find ich meistens sehr motivierend, mir das mal anzugucken … die haben meistens noch gute Ideen und produzieren nicht nur mehr lieblose Massenware 🙂

Kommentar von Dani

Japp, da ist dann öfter was wirklich Originelles dabei :D.

Kommentar von Sel




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